Bahnhofstraße

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KN-Artikel vom 30.5.2017

Bahnhofstraße: Kritik hält an

SCHWENTINENTAL. Auch nach der Präsentation des Entwurfs für den Feuerwehr-Neubau in der Bahnhofstraße in Schwentinental am vergangenen Montag hält die Bürgerinitiative Bahnhofstraße mit Zukunft an ihrer Kritik am Standort fest. Durch die Verlegung der Bushaltestelle und der Parkplatzsituation werde es dort zu noch mehr Engpässen kommen. „Wir bedauern zutiefst, dass offenbar bei den Feuerwehrleuten in Raisdorf der Eindruck entstanden ist, wir würden sie nicht wertschätzen oder wollten ihnen den lang ersehnten und verdienten Neubau sabotieren. Dem ist beileibe nicht so", heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative, gezeichnet von Tillmann Frank, Bernd Sprenger und Jens Gloyer.

Die Initiative wünscht sich aber einen anderen Standort und bereitet ein Bürgerbegehren vor. Der Beschluss für den neuen Feuerwehrstandort in der Bahnhofsstraße fiel im November in der Stadtvertretung einstimmig bei vier Enthaltungen. Seitdem wird geplant. Der Großteil der Stadtvertreter steht auch weiter hinter der Entscheidung. Das alte Gerätehaus der Raisdorfer Wehr ist zu eng und weist massive Mängel auf.

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KN-Artikel unserer Veranstaltung vom 10.5.2017

Bahnhofstraße: Die Bürger machen Druck

Widerstand gegen Feuerwehrgebäude wächst

SCHWENTINENTAL. Dienstleistungen, Nahversorgung - vieles sei denkbar in der Bahnhofstraße, meint Tillmann Frank vom Handels- und Gewerbeverein (HGV) Schwentinental. Aber nur, wenn die neue Feuerwehr Raisdorf nicht dort, sondern an einem anderen Standort gebaut wird.

Auf der ersten öffentlichen Veranstaltung der Burgerinitiative "Bahnhofstraße mit Zukunft" warb er am Mittwochabend für ein Umdenken. "Das ist nicht gegen die Feuerwehr gerichtet", betonte Frank. Gut 60 Zuhörer waren zu der Diskussion ins Hotel Rosenheim gekommen - '"mehr als wir erwartet haben", so Frank, der Mitbegründer der Bürgerinitiative ist. Er erinnerte zunächst an die Vorgeschichte: Immer wieder sei in den vergangenen Jahren die schwierige Situation in der Bahnhofstraße Thema gewesen - schwierig für die Geschäftsleute und auch für die Feuerwehr selbst. Lange habe es als ausgemacht gegolten, dass ein Feuerwehr-Neubau nicht wieder dort angesiedelt würde.

In den von der Stadt beauftragten Gutachten wurde der Standort Bahnhofstraße zwar mit untersucht und gilt auch als geeignet. Favorisiert werden jedoch Flächen im Bereich B 2O2/Dütschfeldredder. Frank wundert sich deshalb, dass ein Teil der dortigen Grundstücke vom zweiten Gutachten gar nicht mehr betrachtet betrachtet wurden. Und er sei sehr überrascht gewesen, als Ende 2016 die Entscheidung für den Standort Bahnhofstraße gefallen sei. '"Wir denken, es gibt bessere Lösungen", so Frank. Jens Gloyer, ebenfalls Gründungsmitglied, spricht auch die Möglichkeit eines gemeinsamen Standortes für beide Feuerwehren an. '"Ein heißer Braten", nennt er das Thema, denn die Politik wolle die Feuerwehren nicht zwingen zu fusionieren. Die Gutachter sind sich allerdings einig, dass eine Stadt mit einer Struktur wie Schwentinental nicht von einem Standort aus versorgt werden kann - die gesetzlich geforderten Hilfsfristen können nicht eingehalten werden. Nur mit zusätzlichen Standorten ließe sich der Brandschutz sicherstellen.

'"Wir möchten kein Stadt- Bashing betreiben, sondern einen Diskurs beginnen", so Frank. Er rief die Anwesenden dazu auf, die von der Stadt für Montag, 22. Mai, geplante Bürgerversammlung zu besuchen und sich dort weiter zu informieren. Die Vorbereitungen für ein Bürgerbegehren laufen jedoch weiter - per Abstimmung ermutigte ein Großteil der Anwesenden die Organisatoren, damit fortzufahren. Zurzeit liegt eine Anfrage auf Kostenschätzung bei der Stadtverwaltung, eine solche gehört zu jedem Bürgerbegehren.'"Wenn das Ergebnis innerhalb von sechs bis acht Wochen nicht da ist, würden wir das als Verzögerungstaktik betrachten", so Jens Gloyer. Sobald die notwendigen Formalitäten erfüllt sind, soll es dann ans Unterschriftensammeln gehen. Der Zeitfaktor macht ihm Sorgen: '" Ein Bürgerbegehren hat keine aufschiebende Wirkung." Er vermutet, dass die Stadt weiter planen wird. Erst wenn die geforderte Unterschriftenzahl erreicht ist und von der Kommunalaufsicht geprüft wurde, muss die Stadt das Vorhaben aussetzen.

Die Entscheidung für den Feuerwehr-Neubau am alten Standort Bahnhofsstraße fiel Ende November 2016 mit großer Mehrheit in der Stadtvertretung. Das alte Gerätehaus der Raisdorfer Ortswehr ist zu klein und hat massive statische Mängel. Die drei großen Fraktionen SPD, CDU und SWG stehen nach wie vor hinter dieser Entscheidung, die sie als die einzig mögliche angesichts der Gegebenheiten ansehen. Grüne und WIR hatten sich damals enthalten und unterstützen heute die Bürgerinitiative.

Andrea Seliger


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